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Andersnacht Asien

Andersnacht: Nipa Hut Village

Januar 2, 2018
We would like to go to Nipa Hut Village! NIPA HUTS?! No, Nipa Hut VIllage! NIPA HUTS Resort? Nooo, NIPA HUT VILLAGE LOBOC VALLADOLID! Not NIPA HUTS?! No. Nipa Hut Village.

Schweigen. Dann gibt unser Fahrer Gas. Er scheint zu wissen wo es lang geht. Wir sind uns da nicht so sicher und klammern uns an unsere Landkarte. Als er rechts von der – nennen wir sie einfach „Hauptstraße“ – abbiegt, und einem Schild „RESORT“ in die Pampa folgt, sind zumindest wir uns sicher: Hier sind wir falsch. Äh sorry, we need to go to the NIPA HUT VILLAGE?!

Ok. Er hat angehalten. Und ein paar Filipinos herangewinkt. Dann folgt ein großes AHA!

Wir sind wieder auf dem Weg. Dieses mal in die andere Richtung. Dann wird links abgebogen. Vorbei ein kleinen Bambushütten und Resten von Bambushütten. Vorbei an einer Hahnenfarm. Vorbei an alten Menschen. Und Kindern. Vorbei an Jugendlichen, die lässig auf ihren Motorrollern hängen. Und vor allem: Vorbei an Wald. Urwald. Wir fahren so lange geradeaus, dass es nicht nur uns, sondern auch unserem Fahrer komisch vorkommt. Er hält an und fragt. Deeper! Deeper! Und einen Handschwung in den Dschungel, bekommt er zur Antwort.

500 Meter später. Er hält an. Fragt. Deeper. Deeper.

Ok. Verrückt. Jetzt werden die Hütten weniger. Die Menschen auch. Der Wald wird mehr. Wieder hält er an und fragt einen Jungen. Deeper!

Wir fahren geradewegs in den Dschungel. Und sind nach weiteren fünf Minuten an der Rückseite der Welt (oder mal ganz persönlich: Im Traum meiner Kindheit) angekommen. Welcome to Nipa Hut Village.

Fernab der Zivilisation. Mitten im Wald. Stehen wir nun. Und werden von unserem freundlichen Gastgeber in unsere Unterkünfte geführt. Immer zu zweit beziehen wir eine niedliche Bambushütte auf Beinen. Es gibt sogar ein Badezimmer. Dort werden wir von allerlei Bewohnern krabbelnd begrüßt. Ok. Also erst mal die Umgebung erkunden.

In meiner Kindheit habe ich oft davon geträumt durch den Dschungel zu laufen. Auf Palmen zu klettern. Blumen zu pflücken. Beeren zu verspeisen und anschließend eine Abkühlung im kristallklaren Fluss zu genießen. Vielleicht nicht in dieser Reihenfolge und vielleicht gemeinsam mit einem dicken freundlichen Bären, der mir die Früchte vom Baum holt, aber gut. Ich habe geträumt. Und wie der aufmerksame Leser bereits weiß, stehe ich unheimlich auf Walt Disney. 😉

Jetzt bin ich also endlich da. Und laufe los. Gemeinsam mit Ines. Einfach mal dem Weg nach. Natürlich in Ballerinas und Jeansshorts. Und mit meiner Kamera. Ok. Klettern fällt schon mal aus. Egal. Da sind Bananen an der Palme! Toll. Viel zu weit oben. Die am Boden sind Matsch. (Liebe Mama. Lieber Papa. Warum habt ihr mir nicht beigebracht auf Bananenpalmen zu klettern!?)

Plötzlich hören wir allerlei Geräusche. Es zwitschert. Und knistert. Und quiekt. Es plätschert. Es bellt. Und es kräht. Hähne hatten in meiner Vorstellung auch nichts im Dschungel zu suchen. Also versuche ich mich auf die exotischen Töne zu konzentrieren. Woher kommen die eigentlich? Äh? Gibt’s hier Tiere?

Wir sind nun schon ziemlich tief im Wald verschwunden. Und ich hüpfe freudig über Kokosnussschalen hinweg. Kokosnussschalen?! Oh Mist. Ein Blick nach oben verrät: Hier sind nun Kokospalmen. Dicke Nüsse hängen bedrohlich über uns. Also wechsele ich die Richtung zum Flussufer. Und versuche mir vorzustellen im türkisblauen Wasser zu baden. Ich ignoriere die kleinen Krebse und Krabbeltiere und freue mich über meine Gedanken. Ines ist lieber bei den Kokosnüssen geblieben. Besser so. Es raschelt. Neben meinem Fuß. Aus einem grünen Pflanzenhaufen krabbelt eine handtellergroße Spinne in Richtung meines Fußes. Leicht panisch hüpfe ich zu Ines zurück. Wir gehen besser zurück. Besser schnell. Hände auf dem Kopf (Als würde das die Kokosnüsse abhalten unsere Schädel zu spalten) tapsen wir durch das Grün. Nach 5 Minuten sehen wir unsere Hütten.

Wir setzen uns zu den anderen an den Fluss. Mit getrockneten Bananen. Nüssen. Und warten auf den Bären, der vorbeischwimmt. Auf dem Rücken.

Tipps & Infos

Das Nipa Hut Village (Nicht zu verwechseln mit dem Nuts Huts Resort im Touristenviertel^^) besteht aus sechs Minihütten, einer Familienhütte und einem Schlafsaal. Es gibt eine Bar und ein Haus, wo die Besitzer wohnen. Sie mögen Tiere, darum springen auf der Wiese Ziegen herum. Beobachtet von der hauseignen Cobra. Ansonsten ist hier alles grün. Und naturnah. Man blickt direkt auf den Loboc River (einer der wenigen Abschnitte, der nicht von Touristen-Booten befahren wird). Hier gibt es wirklich weit und breit NICHTS. Die nächste Hauptstraße liegt 1500m entfernt. Die Mitarbeiter sind alles super freundlich & helfen gerne bei Tourenplanung, Taxibestellungen & sonstigen Wünschen. Für uns wurde am Morgen ein großartiges Frühstück mit Kaffee, Saft, gefülltem Omelett, Toast und leckerer Mango Jam gezaubert – für 1 oder 2 €.

Die Einrichtung der Hütten ist zweckmäßig – aber sicher nichts für Luxusurlauber oder Menschen mit Krabbeltierphobie 😉 Es gibt ein ca. 140cm breites gemütliches Bett inkl. Bettzeug & Ventilator, sowie ein – nennen wir es – Bad. Dort stehen eine Toilettenschüssel & ein Duschanschluss mit Eimer bereit. Für den gemeinen Backpacker vollkommen ausreichend! Toll ist die hütteneigene Hängematte, die vor jedem Mini-Reich baumelt und zum Entspannen einlädt!

Eine Nacht im Bungalow kostet ca. 12€ (für 2 Personen) und Bett im Schlafsaal ist für 5€ zu haben. Buchbar sind die Hütten z.B. unter www.agoda.com oder www.hotels.com.

Eine etwas wacklige Angelegenheit ist folgendes Video…für einen Einblick reicht es aber vollkommen aus 😉

Dieser Beitrag entstand im März 2013 und ist in Teilen in meinem damaligen Live-Blog veröffentlicht worden.

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