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Taal Volcano: (K)ein Spaziergang auf den Vulkan – Litschiorakel
Philippinen Wanderlustig

Taal Volcano: (K)ein Spaziergang auf den Vulkan

März 17, 2016

Juhu. Wir haben unseren freien Tag. Und wie sich das für Urlaub gehört, stehen wir Punkt 7 Uhr in der Lobby bereit um uns auf den Weg zu machen. Ok. Um ehrlich zu sein, drehen Sandra und ich uns in genau diesem Moment um, und stellen fest: Mist. Verschlafen. 10 Minuten später stehen wir nun aber wirklich in der Lobby. Und sind - wie zu erwarten - nicht die Letzten.

Wo sind wir eigentlich? Es ist Februar 2013 und ich das erste Mal in meinem Leben auf dem asiatischen Kontinent. Für ein Projekt im Bereich Städtebau sind wir auf die Philippinen gereist um mit unserem europäischen Blick das Problem der Informal Settlements unter die Lupe zu nehmen. Aber wie schon gesagt: Heute ist ein freier Tag.

Als die Uhr bereits 7:15 Uhr anzeigt, sind alle da. Wir schwingen und in zwei Minimusse und los geht's Alle dösen und glotzen müde aber gespannt aus dem Fenster.

 

"Visit the world's smallest volcano, Taal Volcano, and enjoy some picnic on the lake shore before taking a quick boat ride to the volcano island. Ride on horseback along black lava flows and see the spectacular viewpoint overlooking the Crater Lake and the Vulcan Point" (sagt ein kompetenter Internetratgeber über unseren bevorstehenden Trip)

Um 9 Uhr kommen wir an. Sieht gut aus. Die Sonne scheint. Der Vulkan liegt vor uns. Wir leben noch. Nach jedem Aufenthalt auf Philippinischen Straßen ein kleines Wunder. Es ist heiß. Brav schmieren wir uns eine dritte Schicht Sonnencreme auf unsere begehrte weiße Haut. Dann geht alles ganz schnell: Wir hüpfen auf drei Boote. Bekommen Rettungswesten und Plastikdecken, und fragen uns wofür. Dann gehts los. Wir fahren auf den See. Die kleinen Wellen schlagen gegen das Boot. Die Sonne scheint uns ins Gesicht. Es ist großartig.

Zehn Minuten später wissen wir, wofür die Plastikdecke war. Es ist aber zu spät. Unsere Tops sind nass. Unsere Haare sind nass. Gesicht nass. Hände nass. Hose nass. Unterhose nass. Eimergroße Wassergüsse schlagen uns ins Gesicht. Und es ist toll.

Lachend kommen wir zwanzig Minuten später auf der Insel an. Und werden von 300 Pferden begrüßt. Nein Danke. Wir laufen. Heimlich schließen wir uns einer geführten Gruppe an und schleichen im Schatten der 1,50m großen Philippinos den Berg hinauf. Schnell wird klar: Das ist kein gemütlicher Wanderweg und Ballarinas sind hier nicht zu gebrauchen. Ein besonders intelligenter Philippino scheint ein Aasgeier-Gen in sich zu haben und schleicht auf einem alten Gaul der Gruppe hinterher. Vergnügt wird er nicht müde den stöhnenden Wanderern (oder sind wir genauer: UNS) motivierende Worte ins Ohr zu flüstern: "It`s easier by horse! It`s easier by horse! It`s easier by horse!...."

Als wir oben sind, fehlen uns die Worte. Wir kriegen kaum Luft. Und kaufen uns ersteinmal eine Cola. Oder Sprite. Oder eben eine Kokosnuss. Nachdem wir wieder Luft bekommen genießen wir die fantastische Aussicht in den Kratersee und das einmalige Gefühl einen Vulkan bestiegen zu haben.

Der Abstieg kommt uns anschließend vor wie ein Jahrmarktbesuch: Fröhlich hüpfen wir den Berg hinab und freuen uns, dass wir sogar schneller sind als die Pferde. 🙂 Und schwupps! sitzen wir wieder in unseren kleinn Booten, überqueren den See und lassen uns auf der anderen Seite zufrieden in einen der bequemen Restaurantstühle fallen. Ich bestelle mir einen wunderbaren Fisch & ein eiskaltes Bier, ziehe mein T-shirt zum Trocknen aus und komme mir ganz schön abenteuerlich vor.

Hinkommen

Der Taal Volcano liegt nicht unbedingt in einer typisch touristischen Gegend: Ungefähr 50km südlich von Manila liegt er im Taal See in der Provinz Batangas. Es gibt viele Tourenanieter, die einen im Hotel abholen und zahlreiche Rundum-Sorglos Pakete anbieten. Hier zahlt man pro Person locker 100,-€ für einen Tagesausflug. Da bin ich wieder ganz Backpacker und Sparfuchs: Einfach ein Transportunternehmen des Vertrauens anrufen und sich zu den Anlegestellen fahren lassen (Tagaytay), vor Ort einen Fischer fragen ob er einen über den See schippert (pro Boot auf ca. 800 Pesos runterhandelbar) & den Vulkan auf eigene Faust erklimmen.

Unbedingt früh aufstehen und zu den Ersten gehören! Der frühe Vogel gewinnt hier definitiv! Da der Aufstieg wirklich sehr heiß werden kann und es kaum Schatten gibt, lohnt es sich oben anzukommen, bevor die Mittagssonne zuschlägt. Außerdem sind früh noch nicht sooo viele Pferde unterwegs. Die können einen beim Wandern nämlich schon stören, wenn sie permanent Staub aufwirbeln.

Insgesamt ein tolles Erlebnis, wenn man am Haupt-Touristen-Strom vorbei schwimmt. 😉

  • Reply
    Grube Linda
    April 1, 2018 at 1:56 pm

    Mein Freund und ich waren im März 2018 auch am Taal Volcano, nachdem wir zuvor auf Bohol, Siquijor, Negros und Cebu waren. Die Fahrt in das Dorf Talisay von Tagaytay aus war kurvenreich mit teilweise atemberaubenden Ausblick. Unten angekommen wurden wir schon von Einheimischen umringt, die uns ihre Tour aufdrängen wollten. Wir haben dann eine ausgewählt und wurden mit einem Boot auf die Vulkaninsel rüber gebracht. Die Fahrt hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Drüben angekommen fanden wir es nicht mehr so toll. Abgemagerte Pferde die hauptsächlich dicke Touristen auf den Hügel ’schleppen‘ mussten. Wir sind natürlich gelaufen, allerdings ist der Weg alles andere als ein schöner Wanderweg. Landschaftlich ist es sehr wohl ein Traum, uns hat das Drumherum (Pferdegedrängel, Staub, Einheimische die sich aufdrängeln) jedoch die Stimmung getrübt. Wir würden nach unseren tollen Erlebnisse auf den anderen Inseln von Luzon (zumindest im Umkreis Manilas) abraten.

  • Reply
    litschi
    April 5, 2018 at 2:14 pm

    Huhu liebe Linda, ganz lieben Dank für deinen persönlichen Eindruck der Tour! 🙂
    Für mich bestätigt das leider meine Vermutung, dass in den letzten 5 Jahren der Tourismus auch in dieser Region noch einmal an negativem Schub gewonnen hat – und ich gebe dir zu 100% Recht: Als Urlaubsregion würde ich auf den Philippinen auch ganz klar andere Empfehlungen aussprechen. Wäre ich nicht aus beruflichen Gründen in genau dieser Region gewesen…dann hätte ich mich beim Reisen auf jeden Fall auch auf Bohol, Palawan, Boracay und Banaue beschränkt. Mich würde total interessieren, wie es euch auf Negros gefallen hat – dafür hat damals die Zeit nicht gereicht und ich bin ganz hin und her gerissen ob ich hier nächstes Mal einen zusätzlichen Stopp einbauen soll! 🙂

    Liebe Grüße,
    Sarah

    P.S.: Jeden einzelnen dicken Touristen hätte ich am liebsten eigenhändig vom Pferd gestoßen! 😉

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